Ein Blick in die tägliche Presse zeigt: Ob Hunger, Umweltzerstörung, Klimawandel, Finanzmarktkrise, soziale Ungleichheit oder Arbeitslosigkeit – die (ökonomischen) Probleme unserer Zeit sind vielfältig und komplex. Die Antworten der akademischen VWL, privaten Forschungsinstituten und der Presse sind hingegen meist eindimensional. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass die dahinter liegenden theoretischen Konzepte meist ein und derselben Denkschule entspringen, weshalb ihre Modelle einseitig und ihre Perspektive eingeschränkt bleiben. Genau hier liegt das Problem.
Auch in Frankreich organisieren sich Studierende, Doktoranden und ProfessorInnen, um Theorien-und Methodenvielfalt in den Wirtschaftswissenschaften voranzubringen. Ihre Kritik am Status Quo und ihre Ziele gleichen denen des Netzwerks Plurale Ökonomik e.V. Am 6. April fand in Paris eine Tagung der Initiative „Pour un enseignement pluraliste...[mehr]
Der vorherrschende Modellplatonismus, mangelnde Selbstreflexion und fehlende Methoden- und Theorienvielfalt haben nicht nur unser Fach in eine Sackgasse geführt: die Einseitigkeit ökonomischen Denkens trägt auch zur anhaltenden Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden Perspektivlosigkeit bei. Daher hat das Netzwerk einen offenen Brief an den...[mehr]