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10 Jahre nach der Finanzkrise - Wo steht die (Plurale) Ökonomik?

Impulsvorträge mit:

  • Felix Kersting
  • Lara Boerger
  • Kristin Langen

 

Zehn Jahre nach dem Höhepunkt einer der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit, scheint für viele Verantwortliche die Krise bewältigt. Zugleich scheint wenig ersichtlich, dass überhaupt ein gemeinsames Verständnis für die Ursachen existiert. Ist also diesmal alles anders oder die nächste schwere Krise nur eine Frage der Zeit? 

Die Finanzkrise erschütterte insbesondere auch die Diziplin der Wirtschaftswissenschaften, die sich vermehrt den Vorwurf ausgesetzt sah, die Krise nicht vorhergesehen zu haben. Für die Bewegung um eine Plurale Ökonomik war es hingegen ein wirkmächtiger Impuls, im Zuge dessen an vielen Universitäten weitere Studierende-Initativen entstanden. Allein im deutschsprachigen Raum engagieren sich mittlerweile Studierende an über 30 Universitäten für Theorien- und Methodenvielfalt, Interdisziplinarität und mehr Reflexionen in der ökonomischen Lehre sowie allgemein für ein neues ökonomisches Denken. Die Kritik an einer einseitigen bzw. verengten ökonomischen Lehre wird dabei kontrovers debattiert.

Wir möchten daher einerseits zurückschauen und eine kritische Bestandsaufnahme vornehmen sowie zugleich einen Ausblick wagen. Insbesondere möchten wir diskutieren: Wo steht aktuell die Ökonomik? Hat sich tatsächlich etwas grundlegend geändert und wenn ja was? Welche Rolle spielt die Plurale Ökonomik? Und schließlich, wo liegen aktuelle Herausforderungen?