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Das Netzwerk in der Presse


Die Volkswirtschaftslehre hat ein Sexismus-Problem findet unser Netzwerkmitglied Lotte.


Im März 2019 rückt Achim Truger trotz Widerstände in den Rat der Fünf Wirtschaftsweisen. Seine Nominierung sei wichtig für mehr Pluralismus in der VWL findet Arne Heise in der Wirtschaftswoche.


Das Netzwerk Plurale Ökonomik nimmt im Makronom Twitter-Ranking in der Teamwertung den zweiten Platz ein.


Die Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin verändert sich negativ, kritisieren Studierende.


Konzerne und Banken verfügen über so viel Macht, dass sie durch ihre "Systemrelevanz" Gesetze etweder diktieren oder ignorieren können, meint Netzwerkmitglied Oliver Richters.


Professor Achim Truger soll zum neuen Wirtschaftsweisen gekürt werden. Truger fordert eine Quote für heterodoxe Ökonom_innen.


Kaum ein Ökonom hatte die Finanzkrise vor zehn Jahren kommen sehen. Haben die Wirtschaftswissenschaften daraus Konsequenzen gezogen und lernen Ökonomie-Studierende heute anderes? Diese Fragen stellt der Deutschlandfunk in seinem Podcast.


"Das ist eben nicht sozusagen Selbstheilungskräfte des Marktes, sondern Selbstzerstörungskräfte. Wenn ich eben durch Konkurrenz gezwungen bin, in etwas nicht wirklich nachhaltiges einzusteigen und zu verstärken und dadurch erst die Blase zu erzeugen, vor der wir alle Angst haben", meint NPÖ-Mietglied Hannes Böhm im Mephisto-Podcast.


Die meisten Wirtschaftswissenschaftler hatten die Krise nicht kommen sehen und dennoch hat dieses Versagen die Volkswirtschaftslehre nur wenig verändert. NDR Info spricht mit einem Professor und Studierenden der Universität Lüneburg.


Auch 10 Jahre nach Lehman Brothers  fand eine Reflexion der wissenschaftlichen Grundausrichtung höchstens begrenzt statt. Joschka, Julia und Henri erklären warum sie vonnöten wäre.


Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite hat sich in den Wirtschaftswissenschaften viel zu wenig verändert, meint Jörn vom NPÖ.


Zwei Netzwerkmitglieder rezensieren die Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik.


Prof. Till van Treeck hebt im Gespräch die Wichtigkeit hervor, verschiedene wirtschaftswissenschaftliche Paradigmen gleichberechtigt zu präsentieren, was das Netzwerk Plurale Ökonomik mit Exploring Economics bereits praktiziert.


Die Wirtschaftswoche berichtet über die Sommerakademie 2018 der Pluralen Ökonomik in Neudietendorf.


Netzwerkmitglied Lara kritisiert im Zuge der Digitalisierungsdebatte die Dominaz der "Kompensationsthese".


Zahlreiche wissenschaftliche Fortschritte sind durch eine plurale Herangehensweise zustande gekommen. Ein Replik zweier Netzwerkmitglieder auf den Vorwurf, die Plurale Ökonomik bringe die Arbeit der Volkswirtschaftslehre nicht weiter.


Der BR macht sich in seinem Podcast auf die Suche nach neuen Denkschulen und greift dabei die "Donut-Ökonomie" auf.


Unser Netzwerkmitglied Dominik fordert im FR-Gastbeitrag eine stärkere Berücksichtigung von plural-ökonomischen Ansätzen in der Hartz-IV-Debatte über die Ausgestaltung der sozialen Absicherung.


Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung über das Seminar "Ökonomische Denkschulen und Grundlagen der Wirtschaftstheorie" des Netzwerks Plurale Ökonomik an der Universität Bochum.


Die Wissenschaftlerin Kate Raworth vergleicht den Wirkungsraum der Wirtschaft mit einem Donut. Unser Netzwerkmitglied Peter nimmt sich dieses Modell zur Hand und übt damit Kritik an Deutschlands Zielen zum Wirtschaftswachstum.


"Der Homo Oeconominus wohnt hier nicht mehr". Nora Bauer berichtet über die Entstehung und Entwicklung der Ökonomik, diskutiert die Kritik am Mainstream und spricht über das Lernen und Leben an der Cusanus Hochschule in Bernkastel-Kues.


Unser Netzwerkmitglied Mathis erzählt, wie ihn die Finanzkrise ermutigte Wirtschaftswissenschaften zu studieren, warum ihn das Studienfach jedoch enttäuschte und was er mit der Hochschulgruppe "Kritische Wirtschaftswissenschaften" in Göttingen daran verbessern möchte.


An der Universität Bayreuth wird zwar wie sooft der volkswirtschaftliche Mainstream gelehrt. Jedoch werden in den Seminaren aktuelle Fragestellungen mit Hilfe philosophischer Methoden diskutiert. SZ-Journalist Beenen hat dazu unsere Hochschulgruppe in Bayreuth besucht. 


Zehn Jahre nach der Pleite von Lehman Brothers stehen immer noch dieselben neoklassischen Elemente der Lehre vom effizienten Markt im Mittelpunkt der Wirtschaftswissenschaften, meint unser Netzwerkmitglied Henri Schneider.


Netzwerkmitglied Samuel Decker plädiert vor dem Hintergrund des Aufstiegs rechter Kräfte für einen "ökonomischen Pluralismus" und Vielfalt in der Bildung.


Netzwerkmitglied Lisa Weinhold schreibt in unserer Kolumne über die 23. internationale Klimaverhandlung (COP 23) und die notwendige Stärkung der ökologischen Ökonomik.


Netzwerkmitglied Gustav Theile über die plurale Bewegung und das Festival for New Economic Thinking in Edinburgh vom 19.-20. Oktober 2017.


Das Netzwerk Plurale Ökonomik veranstalteten eine einwöchige Sommerakademie im thüringischen Neudietendorf, in der es in Seminaren und Vorlesungen um Komplexitäts- und feministische Ökonomik, Wirtschaftsphilosophie und um viele weitere Themenfelder ging.


Silja Graupe war eine Außenseiterin in der Wissenschaft. Dann sammelte sie an einer eigenen Hochschule Verbündete. Nun greift sie die Altmeister an.


Gibt es im Wirtschaftsstudium zu wenig Vorlesungen, die sich mit realen Problemen befassen? Studierende organisieren eine Sommerakademie.


Die Bewegung Plurale Ökonomik erhält rasanten Zulauf. Doch der Erfolg stellt die Bewegung vor die Entscheidung: Will sie weiter Fundamentalopposition sein oder wirklich etwas verändern? Ein Kommentar von Johannes Becker.


Auf Einladung des Netzwerks Plurale Ökonomik und der Evangelischen Akademie Thüringens treffen sich Studierende, Wissenschaftler und Praktiker von heute bis zum kommenden Freitag im Zinzendorfhaus in Neudietendorf, um Wirtschaft neu zu denken.


»Exploring Economics« ist die Sommerakademie für Plurale Ökonomik 2017 in Neudietendorf bei Erfurt überschrieben. Internationale Gäste und Teilnehmerinnen befassen sich mit Fragestellungen und neuen ökonomischen Paradigmen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.


Plädoyer für Pluralismus in der Wirtschaftswissenschaft


Der Studiengang „Plurale Ökonomik“ ist eine kleine Revolution der Wirtschaftslehre. Bei den Studierenden gibt es noch ein paar Kritikpunkte.


Die Initiative "Plurale Ökonomik" setzt sich für eine Reform des Volkswirtschaft-Studiums ein. Der Grund: Die Ausbildung gehe an der wirtschaftlichen Realität vorbei. Doch das sehen nicht alle so.


Zu viel Mathe, zu wenig Realität: In Deutschland setzen sich viele Wirtschaftsstudenten für mehr Vielfalt und Praxis in der Lehre ein. Doch können sie wirklich etwas verändern?


Ein von George Soros unterstütztes Onlinelehrbuch soll die VWL modernisieren. Viele deutsche Studenten sind aber auch damit unzufrieden.


Wie frustrierte Studenten der Volkswirtschaftslehre sich international vernetzen und für mehr Vielfalt kämpfen.


Eine Initiative kritisiert die einseitige Ausrichtung der Wirtschaftslehre. Sie ruft zu Spenden auf, um alternatives Lehrmaterial zu finanzieren.


Bei Marktmodellen fehlt der Realitätscheck. Eine Studenteninitiative prangert die Defizite bei der Volkswirtschaftslehre an. Denn dies hatte auch Anteil an der Finanzkrise.


Unser Netzwerkmitglied Tess Herrmann kritisiert, dass Frauen in der ökonomischen Forschung und Lehre meist unterrepräsentiert sind.


Auch in Deutschland ist die Situation von Frauen alles andere als rosig. Es ist wichtig, die geschlechtliche Diskriminierung und die Unterbewertung weiblicher Arbeit richtig zu verstehen.


An der Uni Münster gibt es einen Marx-Lesekreis. Warum tun sich gestresste Studenten 3.000 Seiten "Das Kapital" freiwillig an?


Realitätsferne Modelle, zu viel Mathe und eine abgehobene Sprache: VWL-Studenten rufen zur Revolution. Im Streit um Inhalte und Ziele wird manchem Professor ganz anders.


Wer VWL studiert, lernt die Wirtschaft fast nur über Formeln kennen. taz-Wirtschaftsredakteurin Ulrike Herrmann erklärt, was an den Universitäten gelehrt wird, was die Kritik daran ist – und welche Alternativen es zur neoklassischen Lehre gibt.


Volkswirtschaftler versuchen, ökonomische Zusammenhänge wertfrei zu erklären. Das ist aber nicht möglich. Ein Gastbeitrag von Hannes Bohne.


Authors suggest something has gone badly wrong with economics as an academic discipline.


Unterschiedliche Interpretationen und kontroverse Debatten gehören zur DNA der Volkswirtschaftslehre – umso wichtiger ist es, dass Lehrende auch eine gewisse Bandbreite ökonomischer Sichtweisen vermitteln. Doch leider kommt die Pluralität in der Praxis auch weiterhin zu kurz. Ein Kommentar von Stefan Sell.


Warum sind die Wirtschaftswissenschaften theoretisch und methodisch so verbohrt? Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung gibt Antworten. Christoph Gran vom „Netzwerk Plurale Ökonomik“ meint: Viele würden gerne abseits vom neoklassischen Mainstream lehren, sind aber zum Mitmachen verdonnert. Gegenüber Studis Online fordert er Mut zum Abweichen.


Die Kritik der Studierenden am ökonomischen Mainstream, die im Jahre 2000 in Frankreich ihren Anfang nahm, ist angekommen. Zumindest in den Köpfen der Lehrenden. Wie die neue Studie EconPLUS des Netzwerkes Plurale Ökonomik und der Universität Kassel zeigt, verharrt die tatsächliche Lehre jedoch weitgehend im Mainstream. Was kann getan werden, um das zu ändern?


Neue Studie bemängelt theoretische Monokultur in den Wirtschaftswissenschaften.


  • Eine Studie untersucht die Lehre in den Wirtschaftswissenschaften in Deutschland.
  • Das Ergebnis: An den meisten Unis und ganz besonders im Bachelor dominiert weiterhin die sogenannte Neoklassik - die Lehre vom rationalen Mensch und dem vollkommenen Markt.
  • Die Lehrenden argumentieren, man müsse den vorgegebenen Stoff durchkriegen.

A growing student rebellion is challenging the decades-old academic consensus.


Ein Gastbeitrag von Daniel Obst zur Verleihung des Gustav-Stolper Preises an Christoph Schmidt.


Richtungsstreit über eine Reform der VWL: Der Ökonomenverband VfS hat zur Diskussion über die Ökonomenausbildung geladen. Zwei Wissenschaftler haben dazu ein neues Lehrbuch vorgestellt – und ernten nicht nur Applaus. Von Norbert Häring.


Seit der Finanzkrise wird über eine Neuorientierung der VWL diskutiert. In den Lehrplänen kommt davon kaum etwas an – oft ganz im Gegenteil. 


In seinem Beitrag Gegen einen Pluralismus-Kodex spricht sich Rüdiger Bachmann gegen die Heterodoxie in der Ökonomik aus. Hier folgt eine Replik, die Bachmann vorwirft, dass er mit seiner ablehnenden Haltung den öffentlichen Diskurs verhindere. Von Silja Graupe und Walter Ötsch.


Was eine gute Ökonomie erkennen muss. Von Gustav Theile.


Replik von Gustav Horn auf Rüdiger Bachmanns Beitrag.


Der Philosoph Herbert Marcuse schrieb in den 1960er Jahren über den „eindimensionalen Menschen“. Er kritisierte damit die Reduktion des Menschen auf den Konsumenten im Kapitalismus. Fünfzig Jahre später hat die Mainstream-Ökonomik diese einseitige Betrachtung menschlichen Zusammenlebens und wirtschaftlicher Zusammenhänge auf die Spitze getrieben. Ein Gastbeitrag von Janina Urban und Lisa Weinhold.


Beitrag von Rüdiger Bachmann zur Debatte von Joachim Weimann und Gustav Horn.


Antwort von Gustav Horn auf den Beitrag von Joachim Weimann.


So pluralistisch wie heute waren die Wirtschaftswissenschaften schon lange nicht mehr. Von Joachim Weimann.



Der IMF gibt sich ein bisschen selbstkritisch. Ein Gastbeitrag von Lisa Weinhold.


Brauchen wir einen Pluralismus-Kodex in der Ökonomik an deutschen Hochschulen? Dieser Beitrag meint: Nein. Von Rüdiger Bachmann.


Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist Elite-Universität und nimmt seit 2006 an der Exzellenzinitiative teil. Sie hat einen der größten Forschungsetats weltweit. Derzeit sind rund 50.000 Studierende eingeschrieben. Auch der Bereich Wirtschaftswissenschaften ist sehr renommiert. Plurale Ökonomie spielt hingegen keine substanzielle Rolle.


Studierende der Volkswirtschaft fordern mehr Vielfalt in ihrer Ausbildung - vom ersten Semester an. Sie kritisieren die dominierende Theorie der Neoklassik mit ihrem Homo oeconomicus, dem rational handelnden Menschen, als zu einseitig. Die Ursachen von Hunger und Ungleichheit oder Klimawandel kämen im Studium nicht vor.


Der Verein für Socialpolitik lehnt mehr Pluralismus im VWL-Studium ab. Ein Fehler, findet Sebastian Dullien.


Geschlechterspezifische Auswirkungen lassen sich auch im Fall der globalen Steuerflucht festmachen. Alternative ökonomische Ansätze finden kaum Gehör.


Studenten und junge Dozenten der Wirtschaftswissenschaften begehren auf gegen die Mathematisierung ihrer Disziplin. Der Kritik kann sich auch der Verein für Socialpolitik immer weniger verschließen.


Die falschen haben die Hoheit über die Ökonomie. Ein Gastbeitrag von Lukas Böhm.


VWL-Studenten haben ihr Fach untersucht. Sie stellten fest: Die Realität der Wirtschaft kommt darin genauso selten vor wie Wirtschaftsgeschichte.


Im Studium lernen VWL-Studenten zwar viel über Mikro- und Makroökonomie, aber selbst nachgedacht werde viel zu wenig, klagt eine Studenteninitiative.


Die Bandbreite an der Uni Oldenburg ist relativ groß. Einige Studierende sehen sie in Gefahr.


Im Jahr 2000 veröffentlichte eine kleine Gruppe Studierender der Wirtschaftswissenschaften an der Sorbonne in Paris in der Tageszeitung »Le Monde« eine Protestnote. Sie wandten sich darin gegen eine »autistische Wissenschaft«, wie sie die »Mainstream Ökonomie« bezeichneten.


Schon lange kämpft die deutsche Unternehmerlobby für ein eigenes Schulfach Wirtschaft. In Baden-Württemberg bekommt sie es nun.


Ökonomen machen es sich oft zu einfach. Ein Gastbeitrag von Gustav Theile.


Den meisten Studenten der Wirtschaftswissenschaften gefällt nicht, wie ihre Professoren wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln, nämlich sehr einseitig: Es geht um den rationalen Menschen, um vollkommene Märkte, um mathematische Modelle, um Wachstum und Neoklassizismus. Selten werden diese ausgetretenen Pfade verlassen und auf eine neue Pluralität gesetzt. Till van Treeck, Professor für Sozialökonomie an der Universität Duisburg-Essen zeigt, warum diese Neuorientierung notwendig ist.


Die globalen Probleme erfordern plurales Denken. Ein Gastbeitrag von Frederick Heussner.


Die Art und Weise, wie an deutschen Universitäten Wirtschaft gelehrt wird, steht immer mehr in die Kritik. Einige Studenten organisieren inzwischen ihre eigenen Seminare.


Weder Finanz- noch Staatsschuldenkrise hat die klassische VWL so vorhergesagt. Längst sind viele Studenten unzufrieden mit der einseitigen Ausrichtung des Ökonomiestudiums. Jetzt gibt es eine Alternative.


Kritische Ökonomen fühlen sich marginalisiert. Sie schimpfen bei einem Treffen über den Mainstream und warnen vor Einflussnahme.


Kann es Teil des Wirtschaftsstudiums sein, dass man sich Gedanken über eine bessere Welt macht? Nein? Auch dann nicht, wenn die Studenten sich das wünschen? Zugegeben, angesichts des erhöhten Leistungsdrucks durch die Einführung von Bachelor und Master, dem zunehmenden Zwang zur Drittmittelfinanzierung und der Forderung der Wirtschaft, dass Studenten praxisorientierter ausgebildet werden sollen, mutet diese Frage realitätsfern an. Dennoch lautet die Antwort auf diese Frage: Ja, kann es.


Eine wissenschaftstheoretische Analyse zur Debatte des Netzwerks für Plurale Ökonomik mit Rüdiger Bachmann. Von Fabian Lindner.


Bildungspolitik darf sich nicht vereinnahmen lassen. Ein Gastbeitrag von Andreas Dimmelmeier.


In der Serie „netzpolitische Dimension“ geht es um Themen, deren netzpolitische Relevanz sich bisweilen erst auf den zweiten Blick erschließt. Diesmal: Pluralismus in der Ökonomie.


Boxkämpfe zwischen Vertretern des ökonomischen Mainstreams und der Heterodoxie bringen nichts. Es bedarf kontroverser und konstruktiver Debatten – und einer gemeinsamen Jahrestagung.  Ein Gastbeitrag von Lisa Großmann, Tom Berthold und Frederick Heussner.


Ein Interview mit Studierenden aus dem AK Plurale Ökonomik an der Universität Hannover über Vielfalt in den Wirtschaftswissenschaften und deren gesellschaftliche Bedeutung.



Ein Kommentar von Ulrich Thielemann.


In Münster hat der Verein für Socialpolitik getagt. Das Netzwerk Plurale Ökonomik hielt eine Konkurrenzveranstaltung ab. Mittendrin war der Makroökonom Rüdiger Bachmann (University of Notre Dame). Mit Johannes Pennekamp spricht er über „ignorante“ Kritiker und begabte Nachwuchsforscher.


Gastbeitrag von Christian Schubert.



Wirtschaftswissenschaft Deutschlands Ökonomen treffen sich in Münster zu ihrer Jahrestagung. Die Kritiker des Mainstreams der Disziplin sollen diesmal fernbleiben. Tun sie aber nicht.


Der Unmut über die Mainstream-Ökonomie ist gross. Parallel zur grössten deutschen Ökonomen-Tagung findet derzeit eine Gegenveranstaltung statt. Wirklich pluralistisch ist diese aber nicht.


Der Mensch denkt rational, Märkte sind vollkommen: Studenten sind die einseitige Lehre der Volkswirtschaft leid - zeigen die Proteste Wirkung?


Wie denken Deutschlands Ökonomen? Antworten gibt es kommende Woche in Münster - und in der SZ.


Nur wer dem Mainstream nach dem Mund redet, bringt es in den Wirtschaftswissenschaften zu Anerkennung. Das bemängeln Kritiker. Sie könnten das ändern - wenn sie wollen.


Die Vorsitzende des linksorientierten "Netzwerks Plurale Ökonomik" hält die Volkswirtschaftslehre in Deutschland für zu einseitig und empfiehlt die wissenschaftliche Offenheit der USA.


Zu realitätsfern, zu marktgläubig, zu einseitig: Seit der Finanzkrise rebellieren Wirtschaftsstudenten gegen die herrschende Lehre in ihrem Fach. Allmählich finden sie auch Gehör bei den Professoren.


An deutschen Hochschulen dominiert seit Jahrzehnten die Lehre einer wirtschaftswissenschaftlichen Theorie - der Neoliberalismus. Andere Denkansätze werden weitgehend ausgeblendet.


Eine Debatte, endlich! Die Legitimationskrise der Wirtschaftswissenschaften ist tief. Nun geraten vermeintliche Gewissheiten ins Wanken.


Der Mensch denkt rational, Märkte sind vollkommen: Studenten sind die einseitige Lehre der Volkswirtschaft leid - zeigen die Proteste Wirkung? 


Wer heute Wirtschaft studiert, lernt Theorien, die nicht stimmen. Ein Beitrag über die Initiative und Forderungen von ISIPE.


Die Kritiker der Wirtschaftswissenschaft geraten zunehmend selbst in die Kritik. Doch die Forderung nach theoretischer Vielfalt ist berechtigt. Wir meinen: Wissenschaftlichen Fortschritt gibt es nur durch streitbaren Pluralismus. Eine Replik auf den FAZIT-Artikel „Gegen eine Kleinstaaterei in der Volkswirtschaftslehre“. Ein Gastbeitrag von Samuel Decker, Jakob Hafele und Tom Berthold


Dass in der Ökonomik die Extremform des Egoismus als Rationalität gehandelt wird, ist durchaus problematisch. Denn Denkmodelle prägen die Wahrnehmung und das Handeln.


Kapitalistisch, einseitig, realitätsfern: Das VWL-Studium wird von den eigenen Studenten kritisiert. An über 20 deutschsprachigen Universitäten haben sich Gruppen des Netzwerkes "Plurale Ökonomik“ gebildet. Haben sie eine Chance das Fach zu verändern?


Immer mehr VWL-StudentInnen kritisieren, dass ihr Studium zu theoretisch und einseitig ist. Als Reaktion darauf haben sie das Netzwerk Plurale Ökonomik' gegründet - und organisieren sich ergänzende Vorlesungen selbst.


Wirtschaftswissenschaft? Kaum zu durchschauen, so urteilen viele Laien. Aber seit der Finanzkrise gibt es auch eine steigende Zahl junger Wirtschaftswissenschaftler, die mit ihrer Fakultät nicht mehr einverstanden sind.


Weltweit protestieren Studenten gegen ihre Professoren: Sie wollen, dass Ökonomie anders gelehrt und im Studium mehr diskutiert wird. Kritiker sehen die Ökonomenvereinigung VfS in der Bringschuld.


Seit 2012 fordern kritische Ökonomen das Establishment heraus, mit eigenen Konferenzen und Streitschriften. Der Verein für Socialpolitik reagiert zurückhaltend.


Wirtschaftswissenschaften einmal anders denken – lange haben FU-Studenten für diese Idee gekämpft. Auf dem „Pluralofestival“ luden sie Anfang der Woche andere zum Mitdenken ein.


Was taugen Wirtschaftswissenschaften, die die Krisen der letzten Jahre weder erklären noch verhindern konnten? Die Frage stellen sich auch angehende ÖkonomInnen. Wir haben anlässlich des heutigen “Global Action Day for pluralism in economics” mit Zweien gesprochen, die sich in Göttingen für eine kritische Wirtschaftswissenschaft einsetzen.


Kapitalistisch, einseitig, realitätsfern. Alternative Wirtschaftsmodelle werden in Volkswirtschaftslehre nicht wirklich behandelt. Eine internationale Studenten-Initiative will in der VWL aufräumen. Ein Interview mit Samuel Decker.


Wie ist es um die Volkswirtschaftslehre in Deutschland bestellt? Ist sie methodisch und inhaltlich up to date - oder verschanzt sie sich hinter mathematischen Formeln jenseits der Realität? Vier Ökonomen diskutieren.


erfekte Märkte und rationale Menschen: Weltweit rebellieren Studenten gegen den Kanon der Wirtschaftswissenschaften. Auch in Berlin und München.


Die Finanzkrise in Europa ist auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaften. Der deutsche Topökonom Michael Hüther sieht zwei Ursachen: Die Ökonomik habe sich zu viel mit mathematischen Formeln beschäftigt und dabei auf ethische Werte und ihre eigene Geschichtlichkeit vergessen.


Die Politik wird unruhig, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst. Dann steigt der Druck auf die Zentralbank, die Leitzinsen zu senken. Konjunkturprogramme werden aufgelegt. Aber ist Wachstum angesichts seiner ökologischen und sozialen Folgen wirklich erstrebenswert? Um diese Frage ging es bei einer Podiumsdiskussion der Hochschulgruppe Kritische Ökonomie Göttingen. 130 Zuhörer kamen ins Zentrale Hörsaalgebäude der Universität.


Hans-Werner Sinn meint, die Kritiker der herrschenden Lehre verstünden nicht, worum es in der Ökonomie gehe. Nun kontern die Kritiker: Nicht sie lägen falsch - sondern der Professor aus München. Er mache es sich viel zu einfach.

Von Jakob Hafele, Frederick Heußner und Janina Urban.


An den deutschen Hochschulen wird in den Wirtschaftswissenschaften mit Scheuklappen gelehrt. Jakob Hafele vom Netzwerk Plurale Ökonomik erklärt, wie der Verein die Universitäten verändern will. Ein Interview mit Jakob Hafele.


Ein Weiter so in der Ökonomik darf es nicht geben. Die Probleme der Menschheit erfordern Lösungen - und keine Ideologie. Von Jakob Hafele.


Die Finanzkrise hat Ökonomen auf dem falschen Fuß erwischt. Mittlerweile sind sieben Jahre vergangen. Viele kritisieren, dass kaum Lehren gezogen wurden.


Mit den wirtschaftlichen Krisen seit 2007/2008 ist die Wirtschaftswissenschaft (Ökonomik) zunehmend in die öffentliche Kritik geraten. Immer öfter werden dabei inzwischen auch kritische Stimmen aus der Ökonomik selbst laut und wahrgenommen. 


Wirtschaftsstudierende protestieren international gegen Inhalt und Form der Wirtschaftswissenschaft. Sie verlassen provokativ die Hörsäle und organisieren Widerstand gegen die Mainstream-Ökonomik. Von Janina Urban, Tom Berthold und Jakob Hafele.


Die Volkswirtschaftslehre ist besser als ihre Kritiker meinen. Eine Replik auf das Netzwerk Plurale Ökonomik. Von Axel Dreher


Folgt der Wirtschaftskrise eine Krise der Wirtschaftswissenschaften? Studenten fordern eine Reform des Curriculum. Ein Appell, der nicht ohne Echo bleibt.


Das Ökonomie-Studium verläuft in eingefahrenen Bahnen. Es fehlt die Vielfalt der Theorien und Methoden. Von Benedikt Weihmayr.


Sie sind jung, wissensbegierig - und wollen sich nicht länger mit einer einseitigen Lehre zufrieden geben. In den Wirtschaftswissenschaften regt sich Widerstand gegen die Dominanz der neoklassischen Lehre. Warum das uns alle was angeht?


Warum versagt die Volkswirtschaftslehre?

 

Radiodiskussion mit:

Prof. Dr. Michael Burda, Wirtschaftswissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin, Vorsitzender des Vereins für Sozialpolitik

Thomas Fricke, Wirtschaftsjournalist, ehemaliger Chefökonom der Financial Times Deutschland

Prof. Dr. Helge Peukert, Finanzwissenschaftler, Universität Erfurt, Mitbegründer des Netzwerks Plurale Ökonomie


Addressing a Frankfurt audience, Mr Cœuré echoes the students’ calls for pluralism and real-world applicability. He argues that change would make future generations of central bankers far more able to cope with financial crises.


Robert Skidelsky on the state of the economic science: ""The mainstream within the discipline (neoclassical theory) has excluded all dissenting opinion, and the crisis is arguably the ultimate price of this exclusion. Alternative approaches such as post-Keynesian, Marxist, and Austrian economics (as well as many others) have been marginalised. The same can be said of the history of the discipline."


Die 2008 einsetzende Krise hat zu einer enormen Verunsicherung des ökonomischen Bewusstseins geführt. Davon zeugt nicht nur Pikettys Buch, sondern auch ein neuer »Internationaler studentischer Aufruf für eine Plurale Ökonomik«.


Die Post-Crash Economics Society will Konsequenzen aus der Finanzkrise ziehen und die Lehrpläne für Volkswirte revolutionieren. Doch jetzt wehrt sich das Establishment.


Wider die traditionelle Lehre: Immer mehr Wirtschaftsstudenten stellen kritische Fragen, fordern Vielfalt und klagen über althergebrachte Studieninhalte, in denen von Krise keine Rede ist. Sie wollen etwas ändern. Nur wie? Ein Abend unter jungen Ökonomen.


Weltweit prangern Studierende die einseitige Lehre der Wirtschaftswissenschaften an. In Hamburg hat die Gruppe “Plurale Ökonomik” bereits einen Kongress veranstaltet. Ein Netzwerk aus Studierenden schlägt mit seinen Forderungen zur Veränderung der Hochschullehre derzeit hohe Wellen.(…)Seine Forderungen hat das Bündnis  in einem Manifest dargelegt. (…)Wir haben mit Studierenden aus Hamburg gesprochen.


Lena Tietgen über die Fähigkeit der Wirtschaftswissenschaften zur Selbstkritik.


In the wake of the crisis, students are calling for a more relevant curriculum that reflects different approaches.


In einem Aufruf für eine Plurale Ökonomik fordern Volkswirtschaftsstudenten aus 19 Ländern ein Ende der Alleinherrschaft der neoklassischen Theorie. Die Bestandsaufnahme wirkt, als wäre sie vor 15 Jahren verfasst worden. Seitdem hat sich in den Wirtschaftswissenschaften nämlich einiges getan – und die in dem Pamphlet als Alternativen genannten "post-keynesianischen", "ökologischen" oder "feministischen" Traditionen wirken heute ähnlich unzeitgemäß wie die angegriffene Neoklassik.


An 41 Universitäten weltweit beklagen angehende Wirtschaftswissenschaftler die Einseitigkeit der Lehre. Auch an der FU fordern Studierende eine pluralistische Ökonomik. 


Mittlerweile 52 Studierenden-Organisationen aus 23 Ländern kritisieren in einem Manifest die Art und Weise, wie VWL und BWL an den Unis gelehrt wird. Nämlich besorgniserregend einseitig, wie auch Studierende der Wirtschaftsuniversität Wien beklagen.


Kapitalistisch, einseitig, realitätsfern: Das VWL-Studium predigt Markteffizienz und ignoriert alternative Wirtschaftsmodelle, kritisieren Studenten aus 19 Ländern in einem Aufruf. Das will die Bewegung Real World Economics ändern.


Kapitalistisch, einseitig, realitätsfern: Das VWL-Studium predigt Markteffizienz und ignoriert alternative Wirtschaftsmodelle, kritisieren Studenten aus 19 Ländern in einem internationalen Aufruf. Lena Kaiser, 25, erklärt, warum auch der Ökonom Thomas Piketty ihre Bewegung unterstützt.a


Studenten beklagen, die Volkswirtschaftslehre sei zu einem „toten Fach“ geworden. Kritische Dozenten - Fehlanzeige! Wirklich? Zu dieser Frage haben sie sich nun mit Professoren ein Wortgefecht geliefert.


11.05.2014

Guardian: After the crash, we need a revolution in the way we teach economics

Students who claim that economics courses fail to explain the 2008 crash are gaining support from British business. Here, two Cambridge academics agree it's time for a change


Ökonomiestudenten aus 19 Ländern fordern eine Änderung von Lerninhalten. Ein Gespräch mit Lena Kaiser.


Drei Studierende, die sich mit der aktuellen ökonomischen Lehre nicht zufrieden geben wollen, sind Gustav Thiele von der Gesellschaft für Plurale Ökonomik in Deutschland und Bededikt Göhmann und Franziska Disslbacher von der Gesellschaft für Plurale Ökonomik Wien. Von ihnen wollte ich erfahren, was mit der ökonomischen Lehre momentan nicht stimmt.

 

 


Es ist also überfällig, dass Studierende den Aufstand üben und mit vollem Recht Realismus und Vielfältigkeit in der Volkswirtschaftslehre fordern. Denn falsche ökonomische Lehren haben reale Konsequenzen für viele Millionen Menschen, die durch die Finanzkrise Arbeit und Existenz verloren haben.


Nur noch Märkte, nur noch rationale Akteure, nur noch Neoklassik: Ein Bündnis aus Wirtschaftsstudenten aus 19 Ländern kritisiert eine angeblich „besorgniserregende Einseitigkeit“ der Lehre. Und erhält prominente Unterstützung.

Das Wirtschaftsstudium ist einseitig und hat zur Krise beigetragen – das sagen zumindest kritische Studierende. (...)Über die Probleme in der Lehre und den Protest der Studierenden haben wir mit Lena Kaiser gesprochen. Sie ist Mitglied im Netzwerk Plurale Ökonomik.


It is not only the world economy that is in crisis (IMF approves $17bn Ukraine bailout, 2 May). The teaching of economics is in crisis too, and this has consequences far beyond the university walls. What is taught shapes the minds of the next generation of policymakers and so shapes the societies we live in. Forty-one associations of economics students from 19 countries believe it's time to reconsider the way economics is taught.


Ihnen fehlt intellektuelle Vielfalt an der Universität: Ökonomie-Studenten aus 19 Ländern veröffentlichen ein Manifest, in dem sie die Lehre als zu einseitig anprangern. Renommierte Professoren unterstützen die Kritik. 



Economics students from 19 countries have joined forces to call for an overhaul of the way their subject is taught, saying the dominance of narrow free-market theories at top universities harms the world's ability to confront challenges such as financial stability and climate change.

Dass ein angehender Maschinenbauer ein recht striktes Studium durchlaufen muss, mit viel Mathematik, Technischer Mechanik, Elektrotechnik und Ingenieurgeometrie, das leuchtet noch ein. Doch eine Volkswirtin? Die sollte, wie jede andere Sozialwissenschaftlerin, ein wesentlich freieres Curriculum haben. Hat sie de facto aber nicht. Wogegen das deutschlandweite „Netzwerk Plurale Ökonomik“ Sturm läuft. In einem Offenen Brief fordern die Akteure eine Neugestaltung der Volkswirtschaftslehre.


Das Studierendenparlament der Universität zu Köln hat beschlossen, den „Offenen Brief“ des Netzwerks Plurale Ökonomik e.V. an den Verein für Socialpolitik zu unterzeichnen, die größte Vereinigung von Wirtschaftswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum. In dem Schreiben fordern Studierende aus rund zwei Dutzend Universitäten und über 50 ProfessorInnen der Volkswirtschaftslehre (VWL) eine Neuordnung ihres Faches. Mit der Unterzeichnung spricht sich die Studierendenschaft kollektiv für diese Forderung und die vorgeschlagenen Grundsätze einer pluralen VWL aus.


Dominic Egger, Wirtschaftsstudent, kämpft für mehr Vielfalt in der Lehre. Simon Poelchau hat ihn für das nd befragt.


In der Geschichte der deutschen Wirtschaftswissenschaften gab es in der vergangenen Woche eine Premiere. Der Verein für Socialpolitik (VfS), immerhin 140 Jahre alt und mit 3.800 Mitgliedern größte Vereinigung von Wirtschaftswissenschaftlern im deutschsprachigen Raum...weiterlesen


StudentInnen aus zehn kritischen Hochschulgruppen drängen auf eine Wende in der Volkswirtschaftslehre. Neue Ideen und neue Bücher sollen her.


Der Vorsitzende des Ökonomenverbandes, Michael Burda, reagiert auf einem Protestbrief unzufriedener VWLer. Und beklagt mangelnde finanzielle Mittel.


Der traditionsreiche Verein für Socialpolitik hatte sich auf einen ruhigen Ablauf seiner Jahrestagung in Göttingen eingestellt. Doch vor Ort veranstalteten Kritiker eine Gegenveranstaltung – mit prominenter Besetzung.


In Göttingen tagen derzeit neoliberale Wirtschaftswissenschaftler. Alternative Ökonomen wollen das nicht unkommentiert stehenlassen und starteten ein Gegenprogramm.


[Audio] Warum finden radikalere Vorschläge hinsichtlich der Geld- und Finanzmarktordnung oder des Wachstumsparadigmas wenig Gehör? Radio F.R.E.I. sprach mit Arif Rüzgar und Helge Peukert von der Univesität Erfurt über die dringende Reform der Wirtschaftswissenschaften ohne Scheuklappen.


In Göttingen geht am Montag ein spannendes Fernduell über die Bühne - über zwei, besser gesagt: Auf der Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik wird Gerhard Schröder über „10 Jahre Agenda 2010“ , kurz danach gibt der einstige Finanzminister des SPD-Altkanzlers einen „Kontrapunkt“ auf der „Ersten Pluralistischen Ergänzungsveranstaltung zur Jahrestagung.


Der Arbeitskreis Real World Economics lädt erstmals zu einer "pluralistischen Ergänzungsveranstaltung" ein, bei der Positionen diskutiert werden sollen, "die im wissenschaftlichen Mainstream keinen Platz haben". Der AStA der Universität Göttingen begrüßt das, da der Verein für Socialpolitik "der größte Zusammenschluss von neoklassisch orientierten Ökonomen" sei und kritische Stimmen auf der Jahrestagung in Göttingen nicht berücksichtigt würden.


Helge Peukert über alternative Ansätze in der Wirtschaftswissenschaft.
Auf einer Tagung in Göttingen kritisieren andersdenkende Ökonomen die Dogmen der etablierten Wirtschaftswissenschaft. Warum wir den Problemen in Europa nicht ausschließlich mit mathematischen Modellen beikommen können, erklärt der Finanzsoziologe Helge Peukert.


Es ist ein Duell der besonderen Art: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und Ex-Finanzminister Oskar Lafontaine werden am Montag am Rande der Göttinger Jahrestagung des Vereins für Socialpolitik (VfS) Bilanz ziehen über die Agenda 2010 - Schröder auf dem traditionellen Mittagsempfang des Berliner DIW, Lafontaine kurz darauf beim der vom Arbeitskreis „Real World Economics“ organisierten „Ergänzungstagung“ zum VfS-Kongress.


Die Ökonomen haben versagt. Ihre wirtschaftspolitischen Rezepte haben die Krise noch verschärft. Der zentrale Fehler der modernen Ökonomie ist, dass sie sich auf unbegrenzte, abstrakte Geldeinheiten fixiert. Ökonomen sollten verstehen, dass der Tag 24 Stunden hat, dass Bedürfnisse endlich und dass Ressourcen beschränkt sind. Von Werner Vontobel.


Wenn sich drinnen die gestandenen Volkswirte des Vereins für Socialpolitik für ihre Arbeitsmarktforschung selbst loben wollen, werden ihnen auf dem Göttinger Uni-Campus junge Ökonomen ihre zahlreichen Fehler der letzten Jahre vorhalten. An der Gegenveranstaltung nehmen prominente des Fachs teil - darunter der Wirtschaftsweise Peter Bofinger.


Der ASta unterstützt die "Pluralistische Ergänzungsveranstaltung", nimmt aber kritisch zur Einladung Lafontaines Stellung.


Das Magazin MEIER hat einige Leute aus der Heidelberger Gruppe interviewt. Hier findet Ihr den Artikel, der einen Einblick in die Heidelberger Gruppe, aber auch die bundesweiten Hintergründe gibt.

Quelle: MEIER - das Magazin für das Rhein-Neckar-Delta, August 2012


Die Kritik des Arbeitskreises wird im Text der Studiengangsbeschreibung der Volkswirtschaftslehre erwähnt (unter dem alten Namen) und einige Beispiele für teilweise Reaktionen genannt.


Der Teil dieser Handelsblatt-Ausgabe zeigt auch einige Gesichter der kritischen VWL-Szene, darunter auch Christoph Gran. Unter dem Titel 'Das Urgestein des Protests' stellt er die Frage: "Wie sollen wir aus der Krise kommen, wenn die Ökonomie keine alternativen Ansätze zulässt?".


Seit einigen Jahren gibt es in den Wirtschaftswissenschaften die Bewegung der Postautisten. Sie kritisieren im Wesentlichen die einseitige Ausrichtung ihres Fachs auf nur eine einzige Denkschule, die neoklassische Doktrin.


Junge Wirtschaftswissenschaftler kritisieren die Realitätsvergessenheit ihrer Disziplin.


Dicke Luft in den Fachkreisen der Volkswirtschaftslehre (VWL). Zwischen Studenten und Professoren ist eine heftige Diskussion entbrannt. Die einen fordern eine Öffnung der Lehre, die nicht mehr nur um sich selbst kreisen solle. Die anderen plädieren für ein intensives Studium des komplizierten Fachs und warnen Studienanfänger vor falschen Vorstellungen.


VWL-Studierende fordern größere Wirklichkeitsnähe ihres Faches. Thomas Dürmeier im Gespräch mit Manfred Götzke.

Die Krise kommt in den Lehrplänen der Wirtschaftswissenschaftler nicht vor, kritisieren Studierende und füllen die Lücken selbst. Sie haben den "Arbeitskreis Postautistische Ökonomie" ins Leben gerufen und bringen sich gegenseitig bei, was die Professoren ignorieren.


Die globale Finanzmarktkrise fehlt auf dem VWL-Stundenplan, kritisieren Studenten des Arbeitskreises real world economics. Sie wollen an der Uni lernen, eines Tages wirtschaftliche Katastrophen zu bekämpfen - und darum soll ihnen kein Professor verbieten, mitzureden. Eine Replik.

Pressearchiv (vor 2012)

Der Markt wird's schon richten: Während ganze Staaten taumeln, lehren die Volkswirtschaftler unverdrossen ihre überkommenen Theorien. Jetzt rütteln Studenten die alte Professorengarde wach - und organisieren sich ihre Seminare zu Krise und Wirtschaftsethik.